Jean Dubuffet (1901–1985) was one of the most radical artists of the post-1945 era. Moving away from the academic concept of art, he developed an authentic, ‘unadulterated’ style of expression that drew inspiration from voices outside the intellectual art world: scribbles in public spaces, works by the mentally ill, drawings by children and other self-taught artists, for which he soon coined the term ‘art brut’.
In the 1940s, Paris was the undisputed centre of Western art. Dubuffet’s early works—explicitly figurative, almost naive paintings—stand in stark contrast to the styles of Art Informel and Geometric Abstraction pursued by his contemporaries, and are recognised as a revolutionary new idea by only a few intellectuals.
“My art is an attempt to bring all disparaged values into the limelight”
Throughout his artistic career, he created distinct cycles of work, each representing a new challenge and set of questions, which he brought to a close as soon as their possibilities seemed exhausted. He avoided allowing his formal language to solidify into a single style and never tired of systematically and thoroughly questioning and reinventing every traditional aspect of art.
A comprehensive retrospective featuring more than 200 works at the Museum of Modern Art in New York in 1962 marked the point at which Dubuffet’s work finally reached a wider audience. His influence on his own and subsequent generations cannot be overstated.
Galerie Michael Haas presents a selection of paintings and drawings from the years 1942 to 1961.
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Jean Dubuffet (1901-1985) war einer der radikalsten Künstler nach 1945. Fernab vom akademischen Kunstbegriff entwickelt er eine authentische, „unverbildete“ Ausdrucksweise, die sich an Stimmen außerhalb der intellektuellen Kunstwelt orientiert: Kritzeleien im öffentlichen Raum, Werke von psychisch Kranken, Zeichnungen von Kindern und anderen Autodidakten, und für die er bald den Begriff „art brut“ prägt.
In den 1940er Jahren ist Paris das unangefochtene Zentrum der westlichen Kunst. Dubuffets erste Werke, explizit figürliche, fast naive Bilder, stehen im krassen Gegensatz zu den von seinen Zeitgenossen betriebenen Stilrichtungen des Informel und der Geometrischen Abstraktion und werden nur von wenigen Intellektuellen als revolutionär neue Idee erkannt.
„Meine Kunst ist ein Versuch, alle verachteten Werte ins Rampenlicht zu rücken“
Im Verlauf seiner künstlerischen Karriere schafft er klar voneinander getrennte Werkzyklen, die immer Ausdruck einer neuen Herausforderung und Fragestellung sind und beendet werden, sobald ihre Möglichkeiten ausgeschöpft scheinen. Er vermeidet eine Verfestigung seiner Formensprache zu nur einem Stil und wird es nicht müde, jegliche tradierten Aspekte der Kunst systematisch und gründlich zu hinterfragen und neu zu erfinden.
Eine umfassende Retrospektive mit mehr als 200 Werken im New Yorker Museum of Modern Art im Jahr 1962 markiert den Punkt, an dem Dubuffets Werk spätestens auch beim breiten Publikum angekommen ist. Sein Einfluss auf seine sowie die nachfolgenden Generationen kann kaum überschätzt werden.
Galerie Michael Haas präsentiert eine Auswahl von Gemälden und Zeichnungen aus den Jahren 1942 bis 1961.